Damit es im Sommer summt im Garten – Platz für Bienen, Schmetterlinge und Co. – eine Buchbesprechung

Liebe Gartenenthusiasten,

ich hab da wieder einen netten Ratgeber vom Kosmos- Verlag entdeckt, der für einen lebendigen Sommer im Garten sorgen möchte, einen Sommer voller Bienen, Schmetterlingen und Hummeln. Autorin ist Simone Kern. Die Landschaftsarchitektin hat sich auf naturnahe Hausgärten spezialisiert und beschäftigt sich mit Projekten zum Schutz von Insekten. Besonders spannend fand ich den Artikel über Bienen, Schmetterlinge und Co.  in der Stadt, doch der Reihe nach.
Buch “Mein Garten summt!” im Handel oder bei Amazon durch Anklicken des Covers oder dieses Links bei Amazon anschauen oder bestellen.Honigbienen, Hummeln und Wildbienen, sie sind nur ein Teil der Insekten, die unsere Natur ins Gleichgewicht bringen. Was wären unsere Gärten z.B. ohne die farbenfrohen Schmetterlinge? Wer würde Pflanzen, Bäume und Sträucher bestäuben, die für ein blühendes Umfeld und für gesunde Nahrungsmittel sorgen? Das haben nicht nur die Hobby-Gärtner erkannt, sondern auch die Kommunen. Dauerhafte Staudenpflanzungen liegen im Trend und locken nützliche Insekten an. Gleichzeitig schonen sie im Gegensatz zu jährlichen Neupflanzungen den Etat der Städte und Gemeinden.

Im Einleitungsteil gibt die Autorin ein politisches Statement für Insekten weist darauf hin, dass ihre Bestände sich in den letzten Jahren deutlich verringert haben. Ein wenig Theorie zur Nahrungskette im Ökosystem hilft, die Zusammenhänge zu erkennen und für das Anlegen eines insektenfreundlichen Gartens einzusetzen. Zahlreiche Fotos, z.B. zu Raupen und Schmetterlingen, veranschaulichen den Inhalt dieses Buches.

Immer häufiger siedeln sich Insekten in den Städten an. das liegt nicht nur daran, dass dort jedes kleine Fleckchen an Wohnung oder Garten bepflanzt wird, sondern auch am Urban Gardening und an der Renaissance der Kleingärten. Ich selbst kenne Berliner, die mehr als zwei Jahre auf so eine Parzelle warten mussten. Bei den Bienen gibt es eine regelrechte Landflucht in die Städte.  Die Autorin geht auf die besonderen klimatischen Bedingungen in der Stadt ein, gibt Tipps zu Nützlichem auf der Fensterbank und auf Balkonen. Tabellen mit einer Übersicht zu geeigneten Pflanzen ergänzen das Stadt-Kapitel. Umdenken sei wichtig beim Anlegen von Insektengärten, meint die Autorin und geht auch auf mobile und Minigärten ein, z.B. an Hauseingängen und Gehwegen.


Im nächsten Kapitel geht es um das Anlegen eines Insektengartens oder um die Umgestaltung einer vorhandenen Anlage zum naturnahen Garten, um Natursteine, den nächtlichen Garten oder Wasser im Garten. Sinnvoll sei es auch naturnahe Nischen, die sich bereits im Garten gebildet haben zu fördern, meint die Autorin. Wie wäre es, eine Rasenfläche in eine blühende Wiese umzugestalten? Auch die Bedeutung von Sträuchern als Schutzraum für Tiere ist nicht zu unterschätzen. Wer wusste schon, dass die Rose auch eine Königin für Insekten ist? Die Übersicht zu sonnenliebenden Stauden zeigt, dass es auch im Insektengarten während der gesamten Gartensaison blühen kann.

Tipps zur Gartenpraxis im „summenden“ Garten und einige Bauprojekte zur Insektenbeobachtung ergänzen den Ratgeber.  Hilfreich sind die Porträts von Insekten und ihren Pflanzen.

Dieses Buch ist für alle, die einen naturnahen Garten gestalten wollen, ein wahrer Schatz.

Gisela Tanner

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