Der Gourmetgarten – Genuss aus dem eigenen Garten – eine Buchvorstellung

Löwenmäulchen gehören ja zu meinen Lieblingsblumen. Schon als Kind bekam ich jedes Jahr zum Geburtstag einen prallen Strauß davon. Dass man die Blüten aber auch essen kann, davon erfuhr ich erst aus dem Buch von Barbara Krasemann „Der Gourmetgarten“. Sie füllt die bezaubernden Blüten mit Käse, Schmand und Basilikum, und das ist nur eines der verblüffenden Rezepte der Autorin.

Querbeet-Zuschauer (Sendung im Bayrischen Rundfunk) kennen die Autorin bestimmt, sie gibt dort regelmäßig Tipps. Barbara Krasemann besitzt im Altmühltal einen großen Garten.  Dort hat sie genug Platz für ihre Pflanzen und probiert immer wieder neue Rezepte aus.  
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Nicht nur Blüten, auch Blätter, Knospen, Wurzeln und andere Pflanzenteilen eignen sich für die Verarbeitung in der Küche, wer hätte das gedacht! Das Buch liest sich wie eine Gourmet-Fibel.

Doch vor der Ernte kommt die Arbeit, den Boden prüfen und verbessern, den passenden Standort für jede Pflanze wählen, dann säen, pflanzen und kombinieren. Schon im Einführungsteil gibt es eine Übersicht geeigneter Pflanzen. Dahlien, Begonien, Astern oder Fuchsien liefern beeindruckende Gerichte wie etwa Begonien auf Rindercarpaccio, einen herbstlichen Asternsalat oder Fuchsienkaltschale mit Minze. Oder wer kennt schon einen Mädesüßblüten-Lassi?

Dass Blätter in der Küche Verwendung finden, ist schon eher bekannt., z.B. verschiedene Kressesorten. Aber Spinat mit Ringelblumen oder Lindenblätter-Moussaka, davon hat bestimmt noch nicht jeder gehört. Eine optische Verführung sind auch die gegrillten Paprikarouladen. Variantenreich sind die Rezepte mit Tomaten. Auf die Idee, eine Pilzpfanne mit Taglilienwurzeln zu kochen muss man auch erst einmal kommen und von gelben Beeten mit Ziegenkäscreme habe ich zuvor auch noch nicht gehört.

Wer es ganz edel mag, sollte sich den Knospen widmen, sie sind besonders zart. Hier einige Rezeptbeispiele: Lilienknospen süß-sauer oder  Hühnchen mit pikanten Ringelblumenknospen.  Damit die Versorgung aus dem Garten das ganze Jahr über gelingt, gibt es noch einen Erntekalender am Schluss des Buches.  Die ansprechenden Fotos lassen ahnen, was die Autorin in ihrer Küche gezaubert hat. Ich werde bestimmt das eine oder andere Rezept ausprobieren. Das Buch ist im KOSMOS-Verlag erswchienen.

Barbara Krasemann betet auch Führungen durch ihren Garten an.

Gisela Tanner

 

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