Die Gärten des Jahres 2017 in einem Buch

Liebe Gartenenthusiasten,

gärten des jahres

es ist soweit, der Callwey Verlag hat einen neuen opulenten Bildband zu den Gärten des Jahres herausgegeben, diesmal für das Jahr 2017. Viele erinnern sich vielleicht noch an das Buch für das vergangene Jahr (klick). Wieder hat eine hochkarätige Jury die Auswahl  getroffen: u.a.  Jens Spanjer, Präsident der DGGL, der Preisträger der Gärten des Jahres 2016, Andreas Heidrich, der Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, August Forster und Autorin Konstanze Neubauer. Natürlich regt so ein Bildband zunächst dazu an, darin zu blättern, und das kann sich schon einige Zeit hinziehen. Immer wieder bleibt der Blick an großformatigen Fotos mit beeindruckenden Gartenansichten hängen. Moderne Lösungen wechseln mit „klassischen“ ab.

Den ersten Preis gewann ein Garten, der sich an ein altes Fachwerkhaus – ehemalige Gaststätte mit Brennerei – schmiegt. Die Jury war der Meinung, dass die Neuplanung des Gartens so sensibel erfolgte, dass der Eindruck entsteht, er müsse schon immer so gewesen sein.  Man tauche in eine ganz eigene Welt ein. Einen völlig anderen Charakter hat ein Designgarten in Bietigheim, der auch für Veranstaltungen genutzt wird. Wie ein Garten überschaubarer Größe dank streng formaler Gestaltung, hochwertiger Materialien und immergrüner Formgehölze auch ohne Rasenfläche großzügig wirken kann, hat Andreas Käpplinger in Baden-Württemberg bewiesen.

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Insgesamt 50 Gärten mit ihren einzigartigen Gestaltungsmerkmalen werden im Buch vorgestellt und beschrieben. Lagepläne und Informationen zur geografischen Lage ergänzen die Gartenporträts. Die Hauptakteure in diesem Buch aber sind die Fotos, die sich teils über  die gesamte Doppelseite ausbreiten und einen Eindruck von der emotionalen Wirkung jedes einzelnen Gartens geben.  Autorin Mely Kiyak betont, dass die Schönheit eines Gartens nicht vom investierten Geld, sondern von Fantasie und Lust des Gestalters abhängt.  Sie nennt es „Botanische Glücksmomente“, wenn ein Garten leicht und natürlich aussieht und  alle Sinne anspricht.

Bevor ich mich noch weiter in das Buch vertiefe, verrate ich noch schnell meine Lieblingsfotos: Auf S. 59 leuchtet Grün in allen Schattierungen in einem Stadtgarten in Düsseldorf, wenige Seiten dahinter begleiten sanft geformte Hügel und Felsenbirnen ein Haus mit minimalistischer Architektur in Bonn. Atemberaubend ist der Blick in einen Garten mit über 70 Arten von Rhododendren und Azaleen im Frühsommer in Kiel.

Ihr Vorwort schließt Mely Kiyak mit der Empfehlung, Laub nur an trockenen Tagen zusammenzukehren und bei Regen lieber schöne Bücher zu lesen. Dem schließe ich mich an.

Gisela Tanner

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