Ein Garten ist niemals fertig – ein Buch spannend und schön zugleich


Das Buch von Manfred Lucenz und Klaus Bender ist mehr als ein Bildband, es liest sich wie ein spannender  Roman. Doch halt, Roman, vielleicht doch nicht, denn dann wäre ja die Handlung abgeschlossen, und abgeschlossen ist in diesem Buch nichts, denn der Garten der beiden Hobbygärtner verändert sich ständig. Vor fast 25 Jahren haben sie ihr Refugium geerbt und leben seither mit ihm in Einklang. Anfangs mussten sie viel lernen, bekamen Hilfe von der Nachbarin und viele Inspirationen von Gartenreisen. Es zog es sie oft ins Ausland, nach England zum Beispiel, das sei besonders inspirierend, und Rückschläge,  davon blieben sie auch nicht verschont.. Buch im Buchhandel oder durch Anklicken bei Amazon ansehen oder bestellen


Sie gehörten zu den ersten, die nach englischem Vorbild in ihrer Region  die Offene Gartenpforte – private Gärner laden in ihre Gärten ein –  etablierten. Ein teures Auto, das brauchen sie nicht, dafür investieren sie lieber in ihren Garten. Bäume, Sträucher und Hecken gehören zum Grundgerüst ihres Gartens und ein Hausbaum, der gibt dem Garten Charakter. Langfristig müsse man denken, denn Bäume  wachsen, verbreiten mehr Schatten, erfordern dann andere Pflanzen.

In einzelne Räume haben sie ihren Garten geteilt und sie  sind begeisterte Anhänger von Zwiebelpflanzen. Diesen ist ein ganzes Kapitel gewidmet. Wie beeindruckend ist das Foto mit den großen Narzissenhorsten unter den Bäumen! Am Ende des Kapitels geben die Autoren einen Einblick in ihre Zwiebelpflanzenfavoriten.

Einen Rosengarten gibt es auch im Refugium der beiden Hobbygärtner. Vom Sissinghorstgarten ließen sie sich inspirieren, Rosen und Stauden zu kombinieren. Die Autoren haben ein Herz für alte Rosen und Neuzüchtungen. Sie wissen, dass die „Königin der Blumen“ von der Pflanzung bis zur Pflege viel Zuwendung braucht.  Ein Kapitel widmet sich der Vielfalt und Lebendigkeit der Stauden. Auch haben sie ihre Favoriten. Den  Gemüsegarten zur Selbstversorgung gestalteten die Beiden auch nach ästhetischen Gesichtspunkten und richten Ihren Speiseplan  nach dem Angebot aus ihrem Garten aus.

Was der weiße Garten von Sissinghost und ein Gartenteich miteinander zu tun haben, darüber informieren die Autoren im Kapitel Abenteuer Gartenteich. Welche Bedeutung die Materialien des Gartens für den Winter haben und warum nur handwerkliche Ausstattung in den Garten kommt, darüber erfährt der Leser in den nächsten Kapiteln. Ja, und mit Buchskrankheiten und Nackschnecken haben sie auch zu kämpfen. Am Schluss legen  die Beiden noch ihre Bezugsquellen für Pflanzen offen.

Die beeindruckenden Fotos zum Buch des Callwey-Verlages hat Marion Nickig beigesteuert. Sie fotografierte den Garten über mehrere Jahre hinweg.

Das Buch vom Callwey-Verlag ist ein Genuss für Gartenanfänger und erfahrene Gartenliebhaber, zum Anschauen, Lernen und Genießen.

Gisela Tanner

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