Gärtnern für Selbstversorger – die Geschichte einer ungewöhnlichen Familie

Wer kennt das nicht, das Leben in der Stadt ist oft hektisch, nur wenig Grün, wenn man Glück hat ein eigener Balkon. Die Sehnsucht nach Natur steigt von Tag zu Tag genauso wie der Wunsch nach Nahrungsmitteln, deren Herkunft und Zusammensetzung man kennt. Ein Grund für viele Stadtmenschen, sich ein Domizil im Grünen zu suchen. Die einen werden glücklich in ihrem neuen Refugium, die anderen zieht es zurück in das bequeme Stadtleben. Familie  Mandelmann aus Schweden gehört zur denen, die sich ihren Wunsch nach mehr Natur erfüllt haben. Zunächst nur auf einem gemieteten Grundstück, dann auf dem eigenen Anwesen, Djupadal, verwirklicht die Familie ihre Träume von einem selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Leben.

Die Mandelmanns haben lange gesucht, bis sie ein passendes Grundstück gefunden haben. Inzwischen sind ihre Kinder fast erwachsen und sie lassen uns in ihrem Buch an ihrem Landleben teilhaben. Das Buch Gärtnern für Selbstversorger: Leben auf dem Lande … im Handel oder bei Amazon ansehen oder bestellen!

Die ersten Fotos  sind aus dem Jahr 1998, inzwischen sind die drei Kinder herangewachsen, fühlen sich aber immer noch dem Hof verbunden. Es sei ein ganz besonderer Bauernhof, so die Familie, mit Ackerland, Weiden, Quellen und sogar einem Stück  Fluss. Das Buch zu schreiben war  für die Mandelmanns Gelegenheit Rückschau zu halten und die mehr als 15 Jahre auf dem Hof aus neuen Perspektiven zu betrachten.

Viel Gedanken haben sich die Autoren um die Gestaltung des Buches gemacht, die einzelnen Kapitel sind so konzipiert, dass man immer mal wieder nachschlagen kann. Nicht in vier, sondern in sieben Jahreszeiten teilen die Mandelmanns das Jahr, Frühling, Sommer und Herbst in jeweils zwei Abschnitte, nur der Winter ist einmal vertreten. Den Anfang macht im Buch der Spätherbst, wenn geerntet und konserviert wird, der Boden die Winterruhe erwartet und die Tiere umplatziert werden müssen.

Im Winter wird nicht nur Weihnachten gefeiert, sondern auch geschlachtet und die Sauna ist dann besonders beliebt. Auch die anderen Jahreszeiten erleben die Bewohner von  Djupadal sehr intensiv. Ihre Tipps geben sie gern weiter. Wir erfahren, warum ihnen ein Schnellkochtopf so wichtig ist und wie man richtig „wurstet“. Brotback- und andere Rezepte sind im Buch genauso zu finden wie Anleitungen zur Waldpflege. Wir können die Neugestaltung des Gartens miterleben, das Präparieren von Tomatensamen und lernen die Tierwirtschaft der Familie kennen.

Ob melken, Schafe scheren, Honig gewinnen, das Buch ist ein reicher Schatz nicht nur für alle, die sich selbst versorgen wollen, sondern auch für diejenigen, die der Natur wieder ein Stück näher kommen wollen.  Ein Werk, nicht nur zum Nachschlagen, sondern auch zum  „Versinken“, gerade in der lichtarmen Jahreszeit. Das Buch wurde für den renommierten schwedischen August-Preis nominiert und ist im KOSMOS-Verlag erschienen.

Gisela Tanner

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