Garantiert ohne Geranien – ungewöhnliche Anregungen für Topfgärtner – eine Buchbesprechung

Liebe Gartenenthusiasten,

ich gebe zu, ich mag Geranien ganz gern, wenn sie nicht gerade im typischen Rot daherkommen, es gibt ja inzwischen eine ungeahnte Auswahl dieser weit verbreiteten Balkonpflanze. Aber warum nicht einmal etwas Neues ausprobieren?
Das dachte sich auch Francis Tophill, sie ist in England durch verschiedene Gartensendungen bekannt und auch im Töpfern und Gärtnern ausgebildet. Nun ist ihr Buch “The Container Gardner“ im Kosmos Verlag in Deutscher Übersetzung unter dem Titel „Garantiert ohne Geranien“ mit jeder Menge Ideen für Topfgärtner erschienen.

Buch „Garantiert ohne Geranien“ im Handel oder durch Anklicken des Links oder des Cover-Fotos bei Amazon ansehen oder bestellen.

Die Fotos hat Rachel Warne beigesteuert und die zeigen schon beim Durchblättern, dass es hier wirklich mal um andere Ideen geht, es müssen nicht immer klassische Töpfe und Kübel sein.

Zunächst bringt uns die Autorin die Vorteile von Pflanzen in Töpfen näher, sei es die Möglichkeit der flexiblen Gartengestaltung, die Verhinderung der Ausbreitung bei stark wüchsigen Pflanzen oder die optische Wirkung der Gefäße selbst. Hier geht sie auch auf die Möglichkeiten des Upciclings ein und ermutigt die Leser Neues auszuprobieren. Gleichzeitig weist sie auf den erhöhten Pflegebedarf von Pflanzen in Töpfen hin.

Schon von der ersten Seite an überrascht das Buch mit ungewöhnlichen Pflanzideen in außergewöhnlichen Gefäßen. Töpfe, so meint die Autorin, können unterschiedliche Größen und Formen haben, aber auch aus den verschiedensten Materialien bestehen. Wichtig sei, dass es zu den Pflanzen passt. Ein großes Gefäß kann genauso gut wirken wie mehrere kleine Töpfe. Moderne Gärten bedienen sich oft eckiger Gefäße, aber auch Tröge liegen im Trend. Man kann die Töpfe im Boden versenken oder in der Höhe stapeln und bei den Materialien gibt es (fast) keine Grenzen, sogar einige Glasgefäße zeigt die Autorin. Besonders gefallen haben mir große Gruppen unterschiedlicher Töpfe.

Rosen im August 2017Foto aus meinem Garten 2017

Ist die Theorie abgeschlossen, geht es ans Pflanzen, dazu verrät Francis Tophill einige Kniffe, denn je nach Material des Gefäßes gibt es da Unterschiede. Auch das Düngen und die Nährstoffzufuhr wollen berücksichtigt werden.

Das Herzstück des Buches sind die 40 Pflanzprojekte

Besonders inspirierend fand ich die 40 Projekte, die die Autorin in ihrem Buch vorstellt. Die Anleitungen sind sehr gut nachzuarbeiten, auch dank der Gliederung in Zeitbedarf, Materialliste und Anleitung. Natürlich gibt’s die passenden Fotos dazu und spezielle Pflanzenempfehlungen. Ein Olivenbaum passt z.B. gut in einen Palettenkübel und eine alte Holzkiste kann als Gefäß für einen Kräutergarten auf dem Fensterbrett dienen. Auch zum Hängen von Pflanzen muss es nicht immer ein Pflanzkorb aus dem Handel sein. Aus Paletten lässt sich gut eine Pflanzenwand gestalten  und Holzbalken kann man zu einem Hochbeet zusammenbauen. Man kann Plastiktöpfe verschönern, sie künstlich altern lassen oder beschriften. Es ist schon erstaunlich, mit welchen Ideen uns die Autorin überrascht.

Garten August 2017 - Teil 2Foto aus meinem Garten 2017

Für alle, die es unkonventionell mögen, sind vielleicht bepflanzte Stiefel – hat man schon mal irgendwo gesehen – oder ein bepflanzter Koffer geeignet. Selbst aus Zeitungspapier können kleine Töpfe geformt werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, etwa wenn aus einer alten Decke ein Betonkübel entsteht. Wie wäre es mit Schnittblumen aus der Kiste oder einem Mini-Garten in Schubladenfächern?

Nun gut, eine ausgediente Mülltonne als Pflanzgefäß brauche ich eigentlich nicht, aber ansonsten finde ich die Ideen sehr kreativ, auch wenn nicht alle in meinen Garten passen würden. Aber zum Glück sind ja die Gärten so vielfältig wier die Vorlieben ihrer Gärtner. Das Buch kann ich auf jeden Fall empfehlen und es wird demnächst in meinem Garten – anders als hier auf den Fotos  – auch außergewöhnliche Pflanzgefäße geben.

Gartenrundgang August 2017Foto aus meinem Garten 2017

 

Foto zum Pinnen:

Freundliche Gartengrüße

Gisela Tanner

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2 Antworten auf Garantiert ohne Geranien – ungewöhnliche Anregungen für Topfgärtner – eine Buchbesprechung

  1. Liebe Gisela, das Buch scheint sehr interessant zu sein und genau passend für Topfgärtner. Muss ich mir auch unbedingt einmal anschauen. Das Treffen auf der Messe war total nett und hat uns sehr gefreut.

    Ganz liebe Grüße
    Kathrin

    • Gisela Tanner sagt:

      Liebe Katrin,

      ja, das Buch passt ja wirklich genau zu deinem Blog. Wir haben uns auch sehr wohl gefühlt auf der Messe und ein paar Kräuter sind in unsere Einkaufstüte gehüpft. Es war schön, sich mal wieder zu sehen!
      Liebe Grüße
      Gisela

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