Garden your City – wenn die Stadt zum Garten wird – eine Buchbesprechung

Bringen wir das Grün zurück in die Stadt, schreibt der Kosmos-Verlag auf der Cover-Rückseite seines Buches und liegt damit voll im Trend der aktuellen Gartenbewegungen. Wenn sich Haus an Haus drängt, die Straßen überfüllt sind und Lärm  den Alltag bestimmt, sehnen sich die Menschen nach Entspannung, nach grünen Oasen, und das inzwischen auch ohne eigenen Garten.  „Urban Gardening“ heißt das Zauberwort. Auf Balkonen, Dächern, in Hinterhöfen und auf ungenutzten Freiflächen wird es grün. Pflanzeen wachsen fast überall, meint Autor Burkhard Bohne. In der Stadt bietet es sich an, gemeinsam zu gärtnern. Das Buch Garden your city: Wenn die Stadt zum Garten wird im Handel ansehen oder bei Amazon ansehen oder bestellen.

Am Puls der Zeit bleiben, die Gemeinschaft pflegen, das macht Spaß. Das „Urban Gardening“ ist von New York über London zu uns übergeschwappt, und das nicht nur nach Berlin, Stuttgart und Köln. Überall finden sich inzwischen diese gemeinschaftlichen Gärten, selbst vor Garagendächern und Baumscheiben machen sie nicht halt. Ob einzelne Personen, Vereine oder sogar Organisationen, man baut zusammen an, pflegt die Pflanzen und erntet gemeinsam. Die unterschiedlichsten Behältnisse und Materialien dienen dabei als Pflanzgefäß, im Buch wunderschön von Fotografin Kerstin Mumm in Szene gesetzt.

Unerfahrene bekommen von Autor Tipps zu den Grundlagen des Gärtnern,  zu geeigneten Pflanzen, zum Boden, zu den wichtigsten Gartenwerkzeugen, zum Säen und Pflegen. Upcycling liegt dabei im Trend, die Ideen zu Pflanzgefäßen sind unerschöpflich. Selbst in einen  Kaffeebecher , aufgehängt in einem alten Handschuh, passt noch eine Pflanze. Vom Kompostplatz über ein Insektenhotel bis hin zur selbst hergestellten Pflanzenbrühe reichen die Anleitungen.

Doch die Pflanzen in der Stadt sind nicht nur nützlich, sie werten die Orte auch optisch auf. Hochbeete, Pflanzpyramiden, Kästen, Paletten als Halterung, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nicht zu unterschätzen sind auch die sozialen Kontakte, die sich beim gemeinsamen Gärtnern entwickeln. Man kocht und isst zusammen, redet, hält Seminare und Vorträge. Der Autor stellt einige Gemeinschaftsprojekte vor, so den bekannten Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg. Inzwischen gibt es auch Stadtimker und man kann an Stadträndern gemeinsam ackern. Besonders hilfreich für „Gartenanfänger“ ist die umfangreiche Information zu Pflanzen für Stadtgärtner.

Ich habe ja selbst einen Garten, aber hätte ich ihn nicht, dieses Buch würde mir Lust machen, irgendwo ein Stückchen Erde zusammen mit anderen ein wenig grüner und ansehnlicher zu machen.

Gisela Tanner

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