Ladys in Gummistiefeln – über Gärtnerinnen, Pflanzenjägerinnen, Blumendekorateurinnen und Blumenmalerinnen


Autorin Claudia Lanfranconi hat ihre Leser schon mit dem Buch Die Damen mit dem grünen Daumen. Berühmte Gärtnerinnen  begeistert. Nun  stellt sie uns wieder außergewöhnliche Frauen aus der Gartenszene vor. Diesmal geht es um Gärtnerinnen, Pflanzenjägerinnen, Blumendekorateurinnen und Blumenmalerinnen. Diese leben oder lebten über den gesamten Erddball verteilt: Sie stammen  aus Deutschland, England, Italien und  Belgien und kommen sogar aus Amerika. Buch im Buchhandel oder durch Anklicken bei Amazon ansehen oder bestellen 


Zu den Ladys gehören eine Operndiva, die  sechs Mal verheiratet war, eine englische Herzogin,  eine wagemutige Pflanzenjägerin, die bekannte deutsche Gartengestalterin Gabriella Pape und die Pflanzenmalerin Rosi Sanders. Sie alle tauschten ihre High Heels gegen Gummistiefel, und das obwohl es früher als unmoralisch für eine Frau galt, in der Erde zu wühlen.  Claudia Lanfranconi gibt zunächst einen historischen Einblick in die Gartengeschichte und die Rolle der Frauen darin. So mussten noch Ende des 19. Jahrhunderts die Schülerinnen des Königlichen Botanischen Gartens „Kew Garden“ in London ihre Weiblichkeit hinter Knickebockern und die Haare unter Mützen verstecken.

Im ersten Kapitel des Buches geht es um Gartengestalterinnen mit Stil, darunter die oben genannte exzentrische Operndiva Ganna Walska, die einen Garten in Kalifornien besaß und ihren Garten wie eine Opernbühne bespielte. Auch Norah Lindsay, die den englischen Adel und die europäische High Society mit ihren Gartenentwürfen beglückte, wird in diesem Kapitel aufgeführt, genauso wie die bekannte Gabriella Pape zusammen mit Isabelle Van Groeningen, beide  von der Königlichen Gartenakademie Berlin.

Spannend und abenteuerlich war das Leben der Pflanzenjägerinnen, die weltweit unter schwierigen Bedingungen nach Unbekanntem suchten. Oft mussten sie sich als Mann verkleiden, um überhaupt mit einem Schiff reisen zu können. Wir lernen die Französin Jeanne Baret genauso kennen wie die wie die deutsche Naturforscherin Amelie Dietrich. Diese führten ihre Entdeckungsreisen bis nach Australien.

Auch den Vorreiterinnen der Blumendekoration ist ein Kapitel gewidmet, zu ihnen gehören Constance Spry und Julia Clemens. Die englischen Ladys gründeten Schulen, veranstalteten Wettbewerbe und gaben so der Floristik nach dem 2. Weltkrieg einen bedeutenden Aufschwung.


Im letzten Kapitel gibt es einen Streifzug durch die Blumenmalerei, von Giovanna Garzoni, die im 17. Jahrhundert lebte bis hin zur englischen Malerin Rosie Sanders, von der auch einige Werke im Buch abgebildet sind. Für alle, die die Gärten der außergewöhnlichen Frauen besuchen wollen, gibt es am Ende noch ein Adressenverzeichnis.

Ein schönes Buch zum Schauen, Lesen und Verschenken!
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Gisela Tanner

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