Sehr hilfreich – der Naturführer „unsere essbaren Wildpflanzen“



Inzwischen hat sich ja herumgesprochen, dass das Wort Unkraut allem, was wild in Garten, Feld und Flur wächst, nicht wirklich gerecht wird. Es wäre schade über diese Pflanzen so achtlos hinwegzusehen. Viele sehen nicht nur in einem Wildblumenstrauß nett aus, sondern können sogar verzehrt werden. Doch wie findet man heraus, ob eine Pflanze wirklich essbar ist? Hilfe gibt der neue Kosmos-Naturführer „Unsere essbaren Wildpflanzen“. Buch im Buchhandel oder durch Anklicken bei Amazon ansehen oder bestellen


… Und gleich beim Aufschlagen des Buches gibt es etwas zu lernen, über den Aufbau einer Pflanze und über die Bestimmungsmerkmale Blüten, Blätter und Früchte. Bevor die essbaren Wildpflanzen vorgestellt werden, führt uns  Autor Rudi Baiser noch zu einem Exkurs in die historische Entwicklung der Wildkräuterküche, den Spaß am Sammeln und das Erkennen von Giftpflanzen. So werden die drei giftigen Doppelgänger des Bärlauchs und Doldenblütengewächse mit Verwechslungspotentioal aufgezeigt. Auch Tipps für den guten Geschmack sind dabei, etwa für Limonade, Wildkräutersalz oder Marmelade.

Die einzelnen Wildpflanzen sind dann auf je einer Doppelseite sehr übersichtlich aufgeführt, unterteilt nach Blattformen. Das ist sehr praktisch, denn das handliche Buch kann man beim Sammeln  mitnehmen. Beim Durchblättern fällt sofort das Blattsymbol rechts oben auf, das erleichtert das Einordnen.  Zu jeder Pflanze gibt es mindestens zwei Fotos und zusätzliche Abbildungen zu den Bestimmungsmerkmalen. Auch mögliche evtl. giftige Doppelgänger werden genannt. Tipps zum kulinarischen Gebrauch, zur besten Sammelzeit und Informationen zur heilkundlichen Wirkung ergänzen das Pflanzenporträt.

Dabei kommt Erstaunliches zutage. Wer wusste schon, dass man aus jungen Wurzeln und Stengeln der großen Klette feines Gemüse  oder eine pikante japanische Pfanne kochen kann? Auch den Giftpflanzen ist ein Kapitel mit Pflanzenportraits gewidmet. Hilfreich ist der mehrseitige Sammelkalender. Für den Ernstfall gibt es noch eine Übersicht der Gift-Notrufzentralen.

Im Anhang sind Quellen für weiterführende Informationen aufgeführt. Auch Portraits über Autor Rudi Beiser und Fotograf Frank Hecker sind dort zu finden. Zum Schluss ist dem Buch eine Übersicht der besten Blattgemüse, der schmackhaften Blüten für Kenner und der Favoriten unter den Früchten beigefügt.

Ich habe mir schon vorgenommen, mit dem Buch in der Tasche auf Sammeltour zu gehen.

Gisela Tanner www.tannertext.de

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